Oftmals fordert die gegnerische Haftpflichtversicherung bei Vorlage einer Mietwagenkostenrechnung vom Geschädigten bzw. der Autovermietung eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I für das Mietfahrzeug. Dies hat den Hintergrund, dass grundsätzlich ein für die gewerbliche Vermietung eingesetztes Fahrzeug eines Autohauses als so genanntes Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen sein muss. Dies geschieht aufgrund des Umstandes, dass derartige Fahr¬zeuge jährlich zur Hauptuntersuchung vorgestellt werden müssen; zum anderen hat dies versicherungsrechtliche Gründe, da derartige Haftpflichtversicherungen um ein Vielfaches höher sind, als bei Normalfahrzeugen, die nicht gewerblich vermietet werden. Soweit ein derartig vermietetes Fahrzeug nicht als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen wird, verweigert die gegnerische Haft-pflichtversicherung häufig die Zahlung der Mietwagenkosten, bzw. verweist den Geschädigten auf die weitaus geringere Nutzungsaus- fallentschädigung. Dies ist nicht rechtens, da die unterlassene Zulassung eines Mietfahrzeugs als Selbstfahrervermietfahrzeug lediglich ordnungswidrigkeitsrechtliche bzw. bußgeldrechtliche Folgen hat, allerdings nichts an dem Umstand ändert, dass ein Autohaus sein Fahrzeug gewerblich dem Mieter des Fahrzeugs - also dem Geschädigten - als Mietfahrzeug zur Verfügung gestellt hat. Allenfalls fallen hierzu nicht die vollständigen Kosten wie für sonstige als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassene Mietfahrzeuge an, da das Autohaus wie vorbeschrieben die jährliche Hauptuntersuchung und die höheren Versicherungsprämien vermeidet. Diese machen in der Regel allerdings allenfalls fünf bis zehn Prozent der tatsächlichen Mietwagenkosten aus, sodass unserer Auffassung nach allenfalls ein Abzug in diesem Prozentbereich von den kompletten Mietwagenkosten möglich ist und der Verweis auf die Nutzungsausfallentschädigung nicht zutreffend ist.