Die Kombination der Abrechnung zum einen mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung bei Mithaftungsfällen (siehe hierzu Mithaftung und Mitverschulden) und zum anderen mit der eigenen Vollkaskoversicherung, versteht man unter einer quotenbevorrechtigten Abrechnung. Quotenbevorrechtigte Positionen, die nach Inanspruchnahme der eigenen Versicherung bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu 100 Prozent geltend gemacht werden können, sind:

  • der Selbstbeteiligungsbetrag aus der Vollkaskoversicherung
  • die Kosten des Kfz-Sachverständigen
  • die Wertminderung
  • die Abschleppkosten.

Alle anderen Positionen muss die gegnerische Haftpflichtversicherung anteilsmäßig im Rahmen der Mithaftungsquote ausgleichen. Dies trifft auch auf den Höherstufungsschaden in der Vollkaskoversicherung zu. Nachdem diese Abrechnungsalternative teilweise äußerst kompliziert ist und leicht Ansprüche des Geschädigten vergessen werden können, ist für diese Fälle dringend dem Geschädigten die anwaltliche Vertretung und Durchsetzung zu empfehlen. Merksatz: Alles, was das Blech berührt, ist quotenbevorrechtigt.