Im Rahmen des § 249 BGB ist ein Geschädigter im Rahmen der Wiederherstellungsverpflichtung des Geschädigten berechtigt, während der Ausfalldauer seines Fahrzeugs - sei es aufgrund von Reparaturmaßnahmen oder aber im Totalschadenfall für den Zeitraum der Wiederbeschaffungsdauer - ein Mietfahrzeug zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung seiner Mobilität auf Kosten des Geschädigten anzumieten. Der Streit bewegt sich regelmäßig im Rahmen der Höhe der Mietwagenkosten bzw. der Tagessätze für Mietwagenkosten. Neben der Schwacke-Liste Automietpreisspiegel, die jährlich durch direkte Anfragen bei großen, mittelständischen und auch kleinen Mietwagenunternehmern Mietwagenpreise abfragt, existiert die so genannte Fraunhofer-Liste (so genannter Marktpreisspiegel Mietwagen des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, derzeitiger Stand 2010), die von der Versicherungswirtschaft in Auftrag gegeben wird und deren Erhebungen sich zum großen Teil aus Internetpreisen von sechs großen Mietwagenunternehmen zusammen¬setzen. In der Rechtsprechung reicht die Spannbreite von Entscheidungen über Schwacke-Liste Automietpreisspiegel zuzüglich 20 oder mehr Prozent zuzüglich sämtlicher Nebenkosten zur reinen Anwen¬dung der Fraunhofer-Liste, die bereits sämtliche Nebenkosten ent¬halten soll. Dazwischen gibt es Durchschnittspreise, gebildet aus den Werten von Schwacke-Liste Automietpreisspiegel und Fraunhofer- Liste, Fraunhofer-Liste zuzüglich Aufschläge oder auch Schwacke-Liste ohne Aufschläge und ohne Nebenkosten. Der zutreffende Mietwagenpreis wird daher nicht mehr aus der Ortsüblichkeit und der Erforderlichkeit und der damit zusammenhängenden Mietwagenkostenrechnung gebildet, sondern die Gerichte entscheiden pauschal anhand verschiedener Mietwagenlisten. Eine Prognose, ob und inwieweit Mietwagen kosten vollständig durchsetzbar sind, ist daher äußerst schwierig; ohne Kenntnis der regionalen Rechtsprechung nahezu unmöglich. Insoweit sollten die Mietwagenpreise von Mietwagenunternehmen an die örtlich herrschende Rechtsprechung zuzüglich Aufschlägen im Rahmen von zirka zehn Prozent angepasst werden, da in der Regel ein Aufschlag von maximal zehn Prozent auch noch der Ortsüblichkeit und Angemessenheit entsprechen dürfte. Des Weiteren sollte man bei ungünstigerer Rechtsprechung im örtlichen Bereich des Mietwagenunternehmens beachten, dass teilweise verschiedene Gerichtsstände (siehe hierzu Gerichtsstand) gewählt werden können.