(Siehe hierzu auch Wertminderung) Bei der merkantilen Wertminderung handelt es sich um den Betrag, den der geschädigte Autofahrer für sein Fahrzeug auch nach einer fachgerechten Reparatur bei einem Verkauf von einem potenziellen Käufer weniger erhalten würde. Denn er muss diesen Käufer darauf hinweisen, dass es sich um einen reparierten Unfallschaden handelt. Nicht zuletzt aufgrund des nicht auszuschließenden Risikos verdeckter Schäden wird ein Käufer dieses Fahrzeug nur erwerben, wenn er einen entsprechenden Abschlag auf den normalen Kaufpreis erhält. Die Ermittlung der merkantilen Wertminderung in einem KH-Schaden gehört zu den zentralen Aufgaben bei der Schadenfeststellung durch einen Kfz-Sachverständigen. Die Grundlage zur Ermittlung eines merkantilen Wertminderungsbetrages liegt in der Struktur des Schadens, welcher mathematisch-technisch erfasst werden kann. Die tatsächliche Höhe der merkantilen Wertminderung wird in besonderer Weise auch durch subjektive Elemente und hierbei ins¬besondere durch das Kaufverhalten eines Käufers eines Fahrzeuges, welches einen vorangegangenen Unfallschaden davongetragen hatte, bestimmt. Die merkantile Wertminderung stellt einen Vermögensausgleich für das Risiko dar, aufgrund verdeckter Unfallschäden einen Mindererlös bei der Veräußerung des Fahrzeuges zu erzielen. Aufgrund deutlich verbesserter Reparaturtechniken ist dieses Risiko heute, jedenfalls bei fachlich korrekt durchgeführter Reparatur, deutlich geringer als in früheren Zeiten.