(Siehe auch Bagatellschaden bzw. Bagatellschadengrenze) Soweit im Rahmen der Geltendmachung von Schadenersatz bei einem Verkehrsunfallgeschehen die Werkstatt einen Kostenvoranschlag erstellt, ist dies gemäß § 632 Abs. 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten. Selbstverständlich kann die Werkstatt im Rahmen einer gesonderten vertraglichen Vereinbarung Kosten für einen Kostenvoranschlag vom Geschädigten verlangen. Diese sollten nach Zeitaufwand bemessen werden, wobei in der Regel mit ca. einer Stunde Zeitaufwand zu rechnen ist, sodass die Werkstatt im Durchschnittsbereich hier Kosten von ca. 70,00 Euro bis 80,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer in Rechnung stellen kann bzw. sollte. Im Hinblick auf die Kosten eines Sachverständigengutachtens sollte sie dabei die Grenze von 100,00 Euro insgesamt nicht überschreiten. Nachdem grundsätzlich der gegnerischen Haftpflichtversicherung die Kosten für ein Sachverständigengutachten, zumindest bei Überschreiten der Bagatellschadengrenze (ca. 750,00 Euro), eingespart werden, sollte die Werkstatt die Rechnung für den Kostenvoranschlag schadenersatzrechtlich der gegnerischen Haftpflichtversicherung zur Zahlung aufgeben. In aller Regel wird eine entsprechende Zahlung erfolgen, soweit die Werkstatt bestätigt, dass die Kosten des Kostenvoranschlags nicht im Reparaturfall storniert werden. Es ist in jedem Fall darauf zu achten , dass es sich beim Kostenvoranschlag um eine Art „Parteigutachten" handelt, sodass dieses jedenfalls nicht denselben Beweiswert wie ein Kfz-Sachverständigengutachten bei der Schadenregulierung hat. Die Werkstatt kann in einem Kostenvoranschlag auch verschiedene Positionen nicht mit bewerten, wie z. B.

  • Wertminderung
  • Ausfalldauer (Reparaturdauer bzw. Wiederbeschaffungsdauer)