Bei Ersatzteilpreisaufschlägen handelt es sich um Preisaufschläge auf die vom Hersteller grundsätzlich empfohlenen Ersatzteilpreise. Die durch die Lagerung, Vorhaltung oder auch Beschaffung und vor allem durch Vorfinanzierung entstandenen Kosten geben Autohäuser mit entsprechenden Aufschlägen, die regelmäßig zwischen 15 Prozent und 20 Prozent - aber auch darüber hinaus - liegen, an den Kunden weiter. Regelmäßig sind diese so genannten UPE-Aufschläge durch die gegnerische Versicherung auch bei einer fiktiven Abrechnung nach einem Sachverständigengutachten oder einem Kostenvoranschlag schadenersatzrechtlich zu erstatten. Dies gilt besonders dann, wenn die überwiegende Zahl der relevanten Reparaturbetriebe Ersatzteilpreisaufschläge berechnet.