Grundsätzlich geht von jedem motorisierten Fahrzeug im Straßenverkehr (Motorrad, Pkw, Lkw, etc.) eine so genannte Betriebsgefahr aus. Diese wird in der Regel bei Pkw mit 25 Prozent angesetzt. Nur bei Unfallsituationen, bei denen der Gegner derart grob verkehrswidrig handelt, dass die Betriebsgefahr hinter diesem grob verkehrswidrigen Verhalten des Unfallgegners zurücktritt, bleibt eine so genannte Betriebsgefahr ohne jede Berücksichtigung. Wenn beispielsweise kein Mitverschulden vorliegt, kann die Betriebsgefahr zum Tragen kommen. Beispiele: Ein Pkw fährt bei einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h (Richtgeschwindigkeit 130 km/h) auf einen Pkw, der die Spur wechselt, auf. Hier wird häufig eine Betriebsgefahr mit eingewandt. Bei einem Parkplatzunfall lässt sich nicht klären, wer letztendlich bereits beim Unfallgeschehen gestanden hat, bzw. ob beide Fahrzeuge in Bewegung waren. Das führt dazu, dass man für beide Fahrzeuge lediglich die Betriebsgefahr ansetzt, die mit jeweils 50 Prozent angenommen wird. Das Gleiche gilt bei unaufgeklärten Unfallsituationen.