(Siehe auch Sachverständigenkosten) Unter Auswahlverschulden ist zu verstehen, wenn ein Geschädigter eine mangelnde Qualifikation eines Kfz-Sachverständigen, den er beauftragt hat, kannte oder kennen musste und er diesen gleichwohl beauftragt und dessen Sachverständigengutachten abgenommen hat. Für diesen Fall ist der Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherer nicht verpflichtet, die Sachverständigenkosten schadenersatzrechtlich zu übernehmen bzw. zu tragen. Umgekehrt muss ein Versicherer die Sachverständigenkosten auch dann tragen, wenn ein Gutachten nicht richtig bzw. nicht brauchbar ist, der Geschädigte allerdings die mangelnde Qualifikation des Kfz-Sachverständigen nicht kannte bzw. kennen musste. Eine andere Frage ist die Angemessenheit und Üblichkeit bzw. Erforderlichkeit der Höhe der Sachverständigenkosten. Sofern sich die Kosten für die Erstellung eines Kfz-Sachverständigengutachtens im üblichen Rahmen halten, also nach marktüblichen Sätzen abgerechnet werden, hat die Versicherung diese Kosten zu erstatten. Die Berechnungsart des Kfz-Sachverständigenhonorars bestimmt sich wie bei nahezu allen Sachverständigen und Sachverständigenorganisationen üblich - allein nach der Schadenshöhe ohne Berücksichtigung des tatsächlichen Zeitaufwandes. Allein dies soll nach der Rechtsprechung dem so genannten billigen Ermessen im Sinne des §315 BGB entsprechen.