Die Ausfalldauer eines Fahrzeugs ist sowohl im Reparaturschadenfall als auch im Wiederbeschaffungsfall beim Totalschaden von Bedeutung, da sich hieraus die Nutzungsausfalltage bzw. Mietwagentage bei Inanspruchnahme eines Mietfahrzeugs berechnen. Es sollte beachtet werden, dass man die Mietwagennutzung und das Verlangen nach pauschalem Nutzungsausfall kombinieren kann, somit beide z. B. nacheinander oder auch mehrfach nacheinander verlangen kann. Neben der tatsächlichen, durch die Reparaturwerkstatt bestätigten Reparaturdauer oder dem tatsächlichen Ausfall für eine Wie- der Beschaffungsdauer, die in Sachverständigengutachten in der Regel mit 14 Kalendertagen bemessen wird, muss man selbstverständlich auch den vorhergehenden Zeitraum als eine Ausfalldauer mitberücksichtigen, wenn das Fahrzeug nicht Verkehrs-und betriebssicher war. Im Grunde kann ein Geschädigter erst nach Eingang des schriftlichen Sachverständigengutachtens und der dort enthaltenen Werte entscheiden, ob er Reparaturmaßnahmen durchführt oder eine Ersatzbeschaffung vornimmt. Schließlich kennt er erst zu diesem Zeitpunkt die einzelnen Werte, insbesondere den Wiederbeschaffungswert - letztlich also den Wiederbeschaffungswertbetrag, den er auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug ausgeben kann. In bestimmten Situationen - etwa bei 130-Prozent-Fällen - kommt nach Eingang des Sachverständigengutachtens noch eine Überlegungsfrist von wenigen Tagen hinzu, sodass sich im Totalschadenfall und einem Grenzfall zur 130-Prozent-Grenze durchaus zu der im Sachverständigengutachten in der Regel festgestellten Wiederbeschaffungsdauer von 14 Kalendertagen noch 7 bis 10 Tage hinzuaddieren können.