Aktivlegitimation heißt, dass man berechtigt ist, die bei einem Verkehrsunfall eingetretenen Schadenersatzansprüche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung geltend zu machen. Aktivlegitimiert sowohl für die außergerichtliche Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen als auch für die gerichtliche Geltendmachung ist nicht von vorneherein und grundsätzlich der Fahrzeughalter, der sich aus den Fahrzeugpapieren ergibt. Eine solche Haltereigenschaft kann vielmehr z.B. nur aus Versicherungsgründen erfolgt sein. Auch ist allein und ausschließlich der Eigentümer des Fahrzeugs aktivlegitimiert, der zwar mit dem Halter identisch sein kann, aber nicht sein muss. Für die Eigentümereigenschaft ist von Bedeutung, wer das Fahrzeug gekauft und bezahlt hat und wer das Fahrzeug letztendlich unterhält – also wer die Kosten für die Versicherungsbeiträge und Steuern sowie für den laufenden Betrieb, wie etwa Reparatur-Wartungs- und Inspektions- sowie Treibstoffkosten etc. aufkommt. Grundsätzlich ist auch ein Leasingnehmer im Rahmen seines Leasingvertrags aktivlegitimiert, weil in den meisten Leasingverträgen der Leasinggeber- also das Leasingunternehmen- die Ansprüche zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen aus einem Verkehrsunfallgeschehen ebenso wie die Sachmängelansprüche an den Leasingnehmer vertraglich in den Leasingbedingungen abgetreten hat.