Bei der Abwicklung von Schadenersatzfällen, bei denen der Geschädigte ein Leasingfahrzeug hat, ergeben sich Besonderheiten: Auf der einen Seite, sind die Leasingbedingungen zu beachten, insbesondere im Hinblick darauf, dass häufig die Leasinggesellschaften einer Reparatur zustimmen müssen, wenn die Reparaturkosten 60 Prozent des Wiederbeschaffungswertes überschreiten. Zum anderen ist der Wertminderungsbetrag gemäß den in der Regel bestehenden Leasingbedingungen an das Leasingunternehmen zu bezahlen, die die¬sen wiederum bei Abrechnung des Leasingvertrages mit einberechnet. Oftmals behalten sich Leasingunternehmen die Schadenregulierung vor, sodass direkt von dort die Schadenregulierung durchgeführt wird und der Geschädigte keinen eigenen Anwalt hierfür einschalten darf. Ansonsten treten sie in reinen Reparaturschadenfällen regelmäßig die Schadenregulierungsmaßnahme an den Leasingnehmer ab. Nach den Leasingbedingungen ist dieser also in der Regel ermächtigt, bei tatsächlicher Durchführung der Reparatur den Schaden zusammen mit dem Autohaus abzuwickeln. Bei einem Totalschaden sollte darauf geachtet werden, dass hier die Schadenersatzbeträge grundsätzlich im Rahmen der Abrechnung Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert an die Leasinggesellschaft zu leisten sind. Wird hierbei durch die gegnerische Haftpflichtversicherung ein Mehrwertsteuerabzug vorgenommen und ein neuer Leasingvertrag abgeschlossen, der wiederum monatliche Leasingraten mit Mehrwertsteuer enthält, sind die jeweiligen Mehrwertsteuerbeträge möglicherweise aber nur Monat für Monat als Schadenersatz Betrag auszugleichen. Insgesamt sollte gerade die Abwicklung von Schadenfällen im Rahmen eines Leasingverhältnisses ausschließlich mit anwaltlicher Hilfe für den Geschädigten durchgeführt werden.