Eine Schadenersatzpflicht ist seit dem Schadenersatzrechtsänderungsgesetz des Jahres 2002 heute nur noch ausgeschlossen, wenn das Unfallgeschehen durch höhere Gewalt verursacht wird. Höhere Gewalt ist seiner Definition nach ein betriebsfremdes, außergewöhnliches, von außen durch elementare Naturkräfte oder Handlungen dritter Personen herbeigeführtes Ereignis, das nach menschlicher Einsicht und Erfahrung nicht vorhersehbar ist, mit wirtschaftlichen Mitteln durch die äußerste, vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht verhütet, oder unschädlich gemacht werden kann und auch nicht wegen seiner Häufigkeit vom Betreiber hinzunehmen ist. Für Unfälle ab dem 01.08.2002 bedeutet dies, dass ein Entlastungsbeweis eines Schädigers durch den Nachweis höherer Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 2 StVG gegenüber nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern praktisch nicht mehr zu führen ist bzw. sein wird.