Oft bieten die gegnerischen Haftpflichtversicherungen für Regulierungsteilbeiträge, etwa wenn sie bei verschiedenen Schadenpositionen, wie den Reparaturkosten oder den Mietwagenkosten usw., Abzüge gemacht haben, bei entsprechenden Nachforderungsschreiben pauschale Nachzahlungsbeiträge an. Dieses Angebot verbinden sie häufig mit dem Hinweis, dass sie den angebotenen Pauschalbetrag nur bezahlen, wenn sich der geschädigte Kunde für abgefunden erklärt, wenn er den Betrag erhalten hat, also (zumindest für diese Schadensposition) darauf verzichtet, weitere Ansprüche geltend zu machen. Zum einen muss man darauf achten, dass nur die geschädigte Partei eine entsprechende rechtsverbindliche Abfindungs- bzw. Verzichtserklärung abgeben kann. Eine Erklärung des Autohauses bindet den geschädigten Kunden nicht; dieser könnte die weiteren Beiträge dennoch geltend machen. Andererseits läuft der geschädigte Kunde Gefahr, dass noch Ansprüche des Autohauses bzw. der Autovermietung bestehen und ihm gegenüber geltend gemacht werden, falls er ohne Rücksprache eine Abfindungserklärung abgibt bzw. eine Abfindungsvereinbarung trifft. Insoweit sollen der Geschädigte und das Autohaus bzw. die Autovermietung, falls sie eine solche Abfindungsvereinbarung in Erwägung ziehen, eine gemeinsame Erklärung abgeben. Des Weiteren muss man darauf achten, dass sie die Abfindungserklärung auch tatsächlich nur in Bezug auf die Schadensposition abgeben, z.B. speziell im Hinblick auf die Mietwagenkosten und nicht umfassend für sämtliche Schadensersatzansprüche aus dem Verkehrsunfallgeschehen. Die Abgabe einer Erklärung im letzten Sinne würde den geschädigten Kunden ein für alle Mal mit sämtlichen möglichen Schadensersatzansprüchen aus dem Verkehrsunfallgeschehen ausschließen.